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Chronik: heutige Innenausstattung

Nach wie vor ist der Blick nach vorne gerichtet, wenn man die Kirche betritt. War man vor dem Portal noch von Betriebsamkeit geprägt taucht man in eine ruhige und andächtige Atmosphäre ein. Eine dezente Lichtverteilung, leise musikalische Untermalung und ein stilvoller Blumenschmuck zur Ehre Gottes unterstreichen, was Herkommer bereits in seiner Architektur auszudrücken versuchte – Einfachheit, die von Ehrfurcht und Würde zeugt – einladend zum Gebet und zum Verweilen; ein Raum zu sich selbst zu finden und sich geborgen zu fühlen. An der Chorrückwand hängt aus Bronze der gekreuzigte Christus der Pforzheimer Künstlerin Gisela Bär. Ebenfalls von dieser Künstlerin gefertigt wurden Kreuzweg und Osterleuchter, sowie Altar, Ambo und Tabernakelstele. Für ihre Steinmetzarbeit hat Frau Bär römischen Travertin bearbeitet. An der Maserung und Färbung des Steines ist zu erkennen, dass alle Arbeiten aus dem gleichen Stück geschaffen wurden.

Kirche: Ostansicht
Kirche: Westansicht
Kirche: Westansicht

Links vom Altarraum steht eine schlichte hölzerne Madonna und an der rechten Seitenwand hat der Patron unserer Kirche, der Heilige Joseph, seinen Platz gefunden. Am rechten Beichtstuhl hängt eine Statue der apokalyptischen Maria. Ihre Beschädigung rührt noch vom 2.Weltkrieg her. Sie stand 1945 beim Einmarsch der Franzosen am linken Seitenaltar und wurde durch Granatsplitter getroffen. An der gegenüber liegenden Seitenwand befindet sich eine Statue der Heiligen Theresia, Schutzpatronin aller Kranken, erkennbar an den Symbolen Kreuz und Rose, die besonders von den Heilung suchenden Gästen verehrt wurde. Unter der Orgelempore findet sich das Bild vom gekreuzigten Christus wieder, das Herkommer damals an der Chorrückwand hatte anbringen lassen.

Eine weitere kleine Kostbarkeit unserer Kirche ist in der österlichen Fastenzeit sichtbar, wenn der gekreuzigte Christus im Chorraum durch ein seidenes Fastentuch verhüllt wird. Gefertigt von der ortsansässigen Künstlerin Karin Bukowski erstreckt es sich über die komplette Stirnseite der Kirche und zeigt in einer aufwendigen Batikarbeit in auf den Kirchenraum abgestimmten Farben das Kreuz in der Mitte umgeben von den Geißelungsattributen (von links nach rechts: Lanze, Gewand, Geißel, Nägel, Hammer, Dornenkrone, Würfel, Schwamm, Palmzweig).

Es wurde erstmals am 28.03.1993 ausgestellt und lässt so die seit dem Jahre 1000 nach Christus übliche Tradition lebendig werden, wonach die Altarbilder mit weißen Tüchern verhüllt wurden, um die Augen fasten zu lassen und in Anlehnung an die Schrift „der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei“ das Kreuz an Ostern zu enthüllen.

Von derselben Künstlerin sind auch die Paramente geschaffen, die den Chorraum in der Zeit von Ostern bis Advent zieren.


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